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12.03.2010 . Hamm
Laden ohne Paletten
Beim Forschungsprojekt „Konterhaubenstretch“ werden Ladeeinheiten gebildet, die ohne die üblichen Paletten auskommen. Mittels eines Foliensackes, der mechanisch geöffnet wird, um anschließend von oben nach unten über die Verpackung gestülpt zu werden, gelingt es, mit geringerem Aufwand, weniger Platzbedarf und niedrigeren Kosten Waren zu verschicken. Logistikexperte Professor Dr. Markus Fittinghoff erläutert:“ Man muss sich das wie einen Luftballon vorstellen, der sich zusammenzieht. Wie bei einem Gummiband bleibe das Material aber elastisch. „1,8 Tonnen mehr Platz in einem Großcontainer, werde durch diese Aufwendung geschaffen“, erklärt Norbert Dietrich von der Firma Möllers. Doch nicht nur der Wegfall des Raumes selbst ist zu beachten: Es sei in einigen Ländern – etwa Saudi Arabien als Großumschlags- und Abnehmerland von Materialien- ein „Riesenaufwand“, die (Holz)paletten zu beschaffen beziehungsweise zu entsorgen. „ Da ist der geringfügig höhere Folieneinsatz deutlich preiswerter“, so Fittinghoff. Mit mehreren Wissenschaftlern wird nun geprüft, welcher Kunststoff für die Verpackung besonders geeignet ist und welche Belastungen diese Verpackungsform aushält. Natürlich hat sich Möllers die Neuheit bereits patentieren lassen, denn mit vergleichsweise geringem Aufwand können enorme Einsparungen erzielt werden.

