Studienablauf
Studienorganisation
Das Duale Studium Logistik und Energiewirtschaft zeichnet sich durch wechselnde Vorlesungsphasen in der Hochschule und Praxisphasen in Unternehmen aus. Vom Curriculum, den Lehrinhalten und der Prüfungsordnung unterscheidet sich das Duale Studium nicht vom Präsenzstudium Energiewirtschaft. Jedoch ist die Studienform des dualen Studiums eine Kombination aus dem klassischen Präsenzstudium, dem flexiblen Fernstudium und unternehmensintegrierten Projekten.
In den ersten fünf Semestern des Studiums sind die Studierenden jeweils 12 Wochen in der Hochschule und 14 Wochen in Unternehmen. Während der Unternehmensphase sind vom Werkstudierenden arbeitsvertragsrechtliche Urlaubsansprüche wahrzunehmen.
Die Vorlesungsphase in der Hochschule besteht aus seminaristischen Lehrveranstaltungen, identisch mit denen des Präsenzstudiums. Die Vorlesungsphase schließt mit einer Prüfungswoche ab, in der die Module / Lehrinhalte aus der Vorlesungsphase abgeprüft werden.
In der Unternehmensphase sind die Werksstudierenden 14 Wochen in den Unternehmen. Während dieser Zeit bearbeiten die Werkstudierenden gemäß Curriculum ein mit der Hochschule abgestimmtes Projekt im Unternehmen.
Zusätzlich belegen sie während der Unternehmensphase ein Studienmodul in Fernstudienform, d.h. per Online-Vorlesung und Studienbriefen.
Zusätzlich steht den Werkstudierenden selbstverständlich durchgehend der Virtuelle Campus, d.h. das hochschuleigene Intranet als Diskussions- und Lernplattform zur Verfügung. Vorlesungsunterlagen, erläuternde Videos und fachbezogene Links werden wie im Präsenz- und Fernstudium zeitnah zum Download bereitgehalten, um zu gewährleisten, dass alle Studierenden inhaltlich über denselben Wissensstand verfügen.
Im Abschlusssemester sind die Studierenden komplett im Unternehmen und verfassen ihre Abschlussarbeiten. Auch während des Abschlusssemesters belegen die Werkstudierenden eine Lehrveranstaltung im Fernstudienmodus.
Das bedeutet, dass die Werkstudierenden mehr als 60 % der Studiendauer im Unternehmen sind.
Vertragsrechtliche Gestaltung
- Die Werkstudierenden schließen einen Studienvertrag mit der SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft ab.
- Der Praktikumsvertrag (Arbeitsvertrag) wird zwischen den Werksstudierenden und Unternehmen ausgehandelt und abgeschlossen. Dieser Praktikumsvertrag regelt den Arbeitsumfang, Arbeitszeiten und das Gehalt. Darüber hinaus wird hier definiert, wer die Kosten für das Duale Studium trägt. Weitergehende Regelungen bezüglich der Personalbindung können ebenfalls vertraglich festgehalten werden. So sichern sich Unternehmen frühzeitig hochqualifiziertes Personal, das exakt den Anforderungen des Unternehmens entspricht.
- Die Kooperation zwischen Unternehmen und der SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft wird in einem Kooperationsvertrag festgeschrieben. Dieser regelt zum einen zeitliche Aspekte, also wann die Studierenden im Unternehmen Praxisphasen absolvieren und wann sie an der Hochschule studieren. Zum anderen werden auch inhaltliche Aspekte vereinbart, so dass die Studien- und Praktikumsinhalte eng aufeinander abgestimmt sind.
Duales Studium: Vorteile für Werksstudierende
- Durch abwechselnde Vorlesungsphasen in der Hochschule und Praxisphasen in Unternehmen ist das Studium abwechslungsreich und theoretisches Wissen wird zeitnah in der praktischen Anwendung umgesetzt.
- Kleine Studiengruppen und modernste Lerninfrastruktur an der SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft bieten eine intensive Betreuung – auch während der Unternehmensphasen.
- In der Regel übernehmen die Unternehmen die Studiengebühren der Werksstudierenden und zahlen ein zusätzliches Praktikumsgehalt.
Duales Studium: Zahlreiche Vorteile für Unternehmen
Durch die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Hochschule und Unternehmen richten sich die Studien- und Praktikumspläne am Markt der Zukunft aus.
Das bringt Unternehmen konkrete Vorteile:
- Duale Studiengänge vertiefen fachwissenschaftliche Kenntnisse, die direkt im Berufsalltag umgesetzt werden können.
- Studierende entwickeln von Anfang an eine enge Bindung an das Unternehmen. Sie erhalten hochqualifizierte und akademisch ausgebildete Beschäftigte: direkt auf die Ansprüche Ihres Unternehmens hin ausgebildet!
- Werksstudierende können vertraglich auch für eine gewisse Zeit nach dem Studium an das Unternehmen gebunden werden.
- Kosten- und zeitintensive Einarbeitung von qualifizierten, externen Mitarbeitern oder aufwendige Traineeprogramme werden überflüssig.
- Duale Studiengänge eröffnen kompetenten Beschäftigten, beispielsweise Mitarbeitern mit bereits absolvierter Berufsausbildung, eine qualifizierte Weiterbildung mit Aufstiegschancen – und wirken so im Unternehmen als Instrument moderner Personalentwicklung.
- Duale Studiengänge helfen Unternehmen, ihren zukünftigen Bedarf an erfolgreichen Fach- und Führungskräften zu decken.
- Die soziale Einbindung der Studierenden im Betrieb fördert die Lernbereitschaft und motiviert zusätzlich.
- Die Kooperation von Wirtschaft und Hochschule hinsichtlich der Studien- und Prüfungspläne garantiert ein praxisnahes Studium.
- Durch das Duale Studium entsteht ein enges Netzwerk zwischen Unternehmen und der Hochschule. Das führt zu lohnenden Synergieeffekten – wie etwa zum Wissenstransfer, gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten.
Unternehmen werden durch das Angebot von Dualen Studiengängen für die besten
Bewerberinnen und Bewerber noch attraktiver.
Die finanzielle Seite
Die Studiengebühren betragen 630 € monatlich, plus eine einmalige Immatrikulationsgebühr von 250 €.
Grundsätzlich obliegt es den Unternehmen, den finanziellen Rahmen arbeitsvertragsrechtlich mit den Werksstudierenden zu vereinbaren. Darauf nimmt die Hochschule auch keinen Einfluss.
Jedoch werden in der Regel von den teilnehmenden Unternehmen die Studiengebühren ganz oder zumindest teilweise übernommen. Darüber hinaus zahlen die meisten Unternehmen während des dreijährigen Studiums ein Gehalt, angelehnt an die Höhe von Ausbildungsvergütungen im Unternehmen der jeweiligen Branche.
Das rechnet sich für Unternehmen, denn das Duale Studium stellt eine zukunftsträchtige und nachhaltige Investition dar. So sparen die Unternehmen Kosten und Aufwand beim Recruiting geeigneter Hochschulabsolventinnen und -absolventen und bei deren Einarbeitungszeit. Denn externes, qualifiziertes Personal benötigt häufig bis zu zwei Jahre, bis es voll eingearbeitet und in das Unternehmen integriert ist. In dieser Zeit bezieht es bereits volles Gehalt.
Das Duale Studium dagegen sichert frühzeitig hochqualifizierten Nachwuchs und gibt Unternehmen dabei bereits im Studium die Möglichkeit, Einfluss auf dessen Ausbildung und Spezialisierung zu nehmen.
Der Weg ins Duale Studium – für Unternehmen
- Unternehmen schreiben extern das Duale Studium aus oder suchen intern geeignete Kandidaten.
- Es wird ein ganz normaler Bewerbungsprozess durchgeführt, jedoch müssen die Unternehmen auf die Hochschulzugangvoraussetzungen der Kandidaten achten.
- Ist ein geeigneter Kandidat ausgewählt, so stellt dieser einen Antrag auf Zulassung bei der Hochschule. Die Zulassungsvoraussetzungen werden geprüft, der Studienbewerber/in unterschreibt den Studienvertrag.
- Die Werksstudierenden schließen einen Praktikums-/Arbeitsvertrag mit dem Unternehmen.
Da sich viele Studieninteressierte erst bei der Hochschule melden, führt die Hochschule eine Liste von Unternehmen, die das Duale Studium anbieten. Unternehmen sollten sich bitte bei der Hochschule melden, so dass Studieninteressierte sich bei den Unternehmen bewerben können.
Der Weg ins Duale Studium – für Studieninteressierte
- Von Studieninteressierten des Dualen Studienganges wird Eigeninitiative erwartet, sie sollen sich initiativ bei Unternehmen bewerben.
- Die Studieninteressierten stellen einen Antrag auf Zulassung bei der Hochschule. Dieses ist jederzeit möglich, Abschlusszeugnisse und Praktikumsverträge können nachgereicht werden.
- Die Studieninteressierten erhalten eine offizielle Zulassungsbestätigung durch die Hochschule.
- Studieninteressierte bewerben sich mit den normalen Bewerbungsunterlagen plus der Zulassungsbestätigung der Hochschule bei der Energiewirtschaftsbranche oder für das Studienfach Logistik bei Industrie-, Handel- und Logistikunternehmen.
- Hat ein/e Studieninteressierte/r eine Unternehmenszusage, tritt die Hochschule mit dem Unternehmen in Verbindung, um den Studienablauf zu koordinieren und den Kooperationsvertrag abzuschließen.
- Der Studieninteressierte reicht den Praktikums-/Arbeitsvertrag und den unterschriebenenStudienvertrag bei der Hochschule ein und erhält dann seine Immatrikulationsbescheinigung.
- Findet ein Studieninteressierte kein Unternehmen, so hat er/sie immer noch die Möglichkeit mit dem Präsenzstudium Logistik / Energiewirtschaft zu starten und in einem der folgenden Semester ins Duale Studium zu wechseln.
Zeitlicher Ablauf / Termine
Das Duale Studium startet immer zum Winter- und Sommersemester eines Jahres ( 01. September und 01. März).
Ein Semester startet immer mit der Vorlesungsphase in der Hochschule (erster Montag im Sept. bzw. März). Nach 12 Wochen wechseln die Werksstudierenden in die Unternehmen.
Unternehmen suchen Werksstudierende für das WS 2012
Unternehmen suchen dringend Werksstudierende für das Duale Studium Energiewirtschaft. Momentan hat die Hochschule noch über 20 freie Stellen bei Unternehmen zu vergeben.
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