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Forschung ICEM-Projekt

Das ICEM-Projekt - IntraCity E-Mobility
Gemeinsames Forschungsprojekt mit der Stadt Hamm und der Wirtschaftsförderung Hamm

 

 

Hintergrund des Forschungsprojektes

In Deutschland leben bereits heute rund 75 % der gesamten Bevölkerung in Städten und auch für die kommenden Jahre wird ein anhaltendes Wachstum prognostiziert. Ein Grund dafür ist der global auftretende Trend der Urbanisierung, der nicht nur die Städte in Deutschland, sondern auch die rund um den Globus zu Zentren der Produktivität und Wachstumsmotoren der Wirtschaft macht.

Im Projekt ICEM wird ein Konzept entwickelt, mit dem die sogenannte Last-Mile-Distribution mit Hilfe von Elektromobilen vorgenommen werden kann. Dreh- und Angelpunkt des Konzeptes bildet dabei die Entkopplung von überregionalem Transport und regionaler Distribution. Daher ist ein intermodaler Ver-kehrsansatz zwangsläufig erforderlich, da mit Elektromobilen weder akzeptable Reichweiten noch Kosten für einen überregionalen Transport dargestellt werden können. Bei der regionalen bzw. Last-Mile-Distribution liegt allerdings eine andere Situation vor. Der intermodale Ansatz erfordert daher darauf ausgelegte Umschlagszentren, wie z. B. das an der SRH Hochschule entwickelte Compact-Cross-Docking-Center.

Methodisch wird bei der Entwicklung des Konzeptes zunächst eine Aufteilung in Teilaspekte vorgenom-men. Dazu werden zunächst relevante Einflüsse identifiziert, welche dann im Anschluss bewertet und zu einem stimmigen Gesamtkonzept zusammengefasst werden. Das erarbeitete Konzept wird schließlich mit Hilfe einer Sensitivitätsanalyse bewertet, um signifikante Einflussgrößen zu identifizieren und ent-sprechende Empfehlungen bzgl. der Mittelallokation aussprechen zu können. Dazu werden im letzten Teilarbeitspaket KPIs entwickelt, mit denen das Konzept gegenüber Alternativen und veranschlagten Kri-terien verglichen werden kann.

Die Stadt Hamm hat sich dazu verpflichtet die Verkehrsbelastungen zu reduzieren und gibt dazu, als bis-lang einzige Stadt in NRW, konkrete Obergrenzen der Verkehrsbelastung für alle Hauptverkehrsstraßen vor. Aktuell wird bereits der gezielte Bau von Ortsumgehungen und eine innovative Verkehrslenkung for-ciert. Ergänzt werden sollen die Maßnahmen durch eine nachhaltige Förderung umweltfreundlicher Ver-kehrsmittel. In Hamm soll der CO2-Ausstoß bis 2025 um 1/3 (-53.000 t) gesenkt werden, was mit den prognostizierten Verkehrszunahmen, insbesondere im wirtschaftlichen Güterverkehr, in Gefahr gebracht wird. Die Studie wird daher zunächst die konkreten Ziele der Stadt Hamm aufgreifen und bewerten in wel-chem Umfang Einsparungen vorgenommen werden müssen. Die Inhalte des zu erarbeitenden Konzeptes adressieren daher klar die Umwelt- und Verkehrsauflagen der Stadt Hamm. Um später besser abstrahie-ren zu können, werden auch weitere Faktoren berücksichtigt. So stellt z. B. Feinstaub eine größere Belas-tung in Ballungsgebieten als in Mittelzentren dar.

Gemeinsames Forschungsprojekt in Hamm – Stadt, Wirtschaftsförderung und SRH Hochschule starten ICEM

Hamm27.06.2017

Die SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft in Hamm führt im Auftrag der Wirtschaftsförderung Hamm ein Forschungsprojekt zum Thema Elektromobilität im Bereich innerstädtischer Lieferverkehre durch. Das Forschungsprojekt läuft unter dem Namen „IntraCity E-Mobility“ (ICEM). Offizieller Auftakt für das Projekt war am 26.06.2017 ein gemeinsames Gespräch zwischen Projektleiter Prof. Dr. Jens Schaffer, Professor an der SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm, Dr. Karl-Georg Steffens, stellvertretender Leiter der Wirtschaftsförderung Hamm und Leiter des von der Hammer Wirtschaftsförderung betriebenen Tochterunternehmens, Innovationszentrum Hamm GmbH und Carsten Gniot, stellvertretender Leiter der Verkehrsplanung der Stadt Hamm.

In Deutschland leben bereits heute rund 75 % der gesamten Bevölkerung in Städten und auch für die kommenden Jahre wird ein anhaltendes Wachstum prognostiziert. Ein Grund dafür ist der global auftretende Trend der Urbanisierung, der nicht nur die Städte in Deutschland, sondern auch die rund um den Globus zu Zentren der Produktivität und Wachstumsmotoren der Wirtschaft macht. Durch „ICEM“ soll innerhalb der nächsten zwölf Monate gemeinsam mit der Stadt Hamm sowie Partnern aus der Wirtschaft untersucht werden, inwiefern sich technische Ansätze aus dem Bereich der Elektromobilität intelligent mit innovativen logistischen Konzepten Verknüpfen lassen um Verkehrs- und Umweltbelastungen nachhaltig zu reduzieren. Denn auf der letzten Meile der Güter- und Warendistribution entsteht ein Großteil der auftretenden CO2-Emissionen. „Wenn es um eine bessere Umweltqualität geht, verfolgt die Stadt Hamm ambitionierte Ziele. Der Rat hat bereits vor Jahren ein konkretes Maßnahmenprogramm beschlossen, um den CO2-Ausstoß im Straßenverkehr bis 2025 um 1/3 zu verringern. Mehr Elektromobilität im Lieferverkehr würde uns diesem Ziel deutlich näher bringen. Mit der SRH haben wir einen kompetenten Partner vor Ort, um diese Vision zu verwirklichen“, sagte Gniot.

Es geht darum, den durch Wachstum und Veränderung von Strukturen im Handel, insbesondere auch im Bereich des Online-Handels, entstehenden zusätzlichen Anforderungen im Transportsektor nach zu kommen. Dies betrifft sowohl das Endkunden- (B2C) Geschäft als auch die Belieferung von Einzelhändlern im innerstädtischen Bereich (B2B). “Wir freuen uns über diesen Forschungsauftrag. Im Rahmen des ICEM-Projektes können wir nicht nur die Kompetenzen unserer Fakultäten Logistik und Energiewirtschaft in optimaler Verbindung einsetzen. Sowohl neue als auch langjährige Partner aus der Wirtschaft helfen uns theoretisch fundierte und gleichzeitig praxisnahe Konzepte zu entwickeln und umzusetzen“, sagte Prof. Dr. Jens Schaffer. „Um den Schadstoffausstoß von Fahrzeugen im Stadtverkehr gering zu halten, sollte auch darüber nachgedacht werden, wie innerstädtische Warenlieferungen mit Elektrofahrzeugen durchgeführt werden können. Hierzu wird die SRH Hochschule im Auftrag der Wirtschaftsförderung und mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums eine Studie durchführen, auf deren Ergebnisse wir sehr gespannt sind!“, fügte Steffens abschließend hinzu.

Download der Pressemitteilung

Projektleitung Prof. Dr. Jens Schaffer

Prof. Dr. Jens Schaffer

Professor Logistik

Professor für Technische Logistik

jens.schaffer@srh.de
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59065 Hamm
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